3. Jahrgang, Nr. 2, Seite 9
3. Jahrgang, Nr. 2, Seite 10

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Dunkle Tage

Die Niederlande sind schwer getroffen
Von der Gier der Moffen
Wohl mit hunderttausend Katastrophen
Und nun erloschen auch die Lampen.

Die Niederlande, bereits stark geplagt,
Werden nun völlig verdunkelt.

Freude, Nahrung, Kleidung, Kohle,
Sind verschwunden und gestohlen.
Zucker, Käse, Marmelade und Butter,
Sind wir los und sind wir arm.

Und zum Überfluss der Belastungen
Muss man im Dunklen tappen.

In der Kälte und im Dunkeln
Kommt man manchmal von der Spur ab
Und fängt man an, schwarz zu sehen,
Die Unterdrückung will nicht weichen.

Die Befreiung will nicht kommen
Und man fühlt sich reingelegt.

Lang und finster sind die Nächte,
Dunkel sind auch die Gedanken.
Schwer und düster lasten Sorgen
Und man fragt sich: Was kommt morgen?

Wird die Sonne wieder für uns aufgehen,
Wird die Freiheit uns beschert?
Was wird uns die Zukunft bringen,
Und ich sehe die Tage länger werden.

Und die Nächte werden kürzer,
Und ich hoffe wieder: Vielleicht wird
Licht in diese Dunkelheit gebracht,
kommt ein Ende für dieses Geflüster.

Und man darf wieder laut sprechen,
Ja, man wird die Fesseln brechen,
Unterdrücker müssen weichen,
Und diese Finsternis wird sich erhellen.

Vielleicht wird es eine Weile dauern,
Aber das Recht wird siegen.

Nach der Dunkelheit, nach der Finsternis
Leuchtet bald in neuem Glanz
Das Licht der Freiheit, das Licht der Vernunft,
Leuchtet uns die Sonne des Friedens.

Lektorat: Marja Kretschmar