© Wonge Bergmann

Eva Szepesi

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© Wonge Bergmann

Eva Szepesi (* 1932) wuchs in Budapest auf. Ab April 1944 musste ihre Familie den Judenstern tragen. Im Alter von elf Jahren floh Eva mit ihrer Tante in die Slowakei, die Nationalsozialisten entdeckten jedoch ihr Versteck und brachten sie über das Sammellager Sered’ mit dem letzten Transport ins Konzentrationslager Auschwitz. Weil sie sich dort bei der Registrierung als älter ausgab, galt sie als arbeitsfähig und entging der sofortigen Vergasung. Im Januar 1945 nahm man Eva nicht auf den Todesmarsch mit – man hielt sie für tot. Nachdem sie über eine Woche ohne Nahrung in der Kälte zwischen Leichen ausgeharrt hatte, wurde sie am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit. Damit gehört sie zu den nur 400 Kindern, die Auschwitz überlebt haben. Ihre Eltern und ihr kleiner Bruder wurden ermordet. Szepesi kehrte nach Budapest zurück, wo sie ihr Onkel bei sich aufnahm. 1956 zog sie mit ihrem Mann nach Frankfurt am Main. Eva Szepesi hat zwei Töchter, vier Enkel und drei Urenkel. 50 Jahre schwieg sie über ihre Erlebnisse – erst 1995 fasste sie den Mut, ihre Geschichte zu erzählen. Seitdem spricht sie als Zeitzeugin vor Schulklassen. Für ihr Engagement wurde Eva Szepesi u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Freiheit!

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